• Ein Hochzeitsfest mit/ohne Kind




    Alina war bei der Hochzeit ihrer Eltern ein Jahr alt. Die Feierlichkeiten waren für sie ein großer Spaß. Am Abend kümmerten sich dann die Großeltern um die Kleine, damit das frisch vermählte Paar bis in die Morgenstunden feiern konnte.
    foto by doris seebacher


    Ein Hochzeitsfest mit /ohne Kind

    Viele Brautpaare haben bereits vor der Hochzeit ihr erstes Kind in die Welt gesetzt, andere wiederum noch während der Schwangerschaft schnell geheiratet. Und manche bringen überhaupt Kinder aus früheren Partnerschaften mit in die Ehe. Ja-wir-wollen hat mit einigen Paaren darüber gesprochen, wann für sie der richtige Zeitpunkt zum Heiraten war und wie sie den großen Tag erlebt haben.


    VON DORIS SEEBACHER

    Lisbeth und Kurt haben geheiratet, als ihre Tochter Alina bereits ein Jahr alt war. Warum die Hochzeit nicht bereits vor der Geburt des ersten Kindes stattgefunden hat? „Als Schwangere wollte ich auf keinen Fall
    heiraten“, erzählt Lisbeth. Auch sei bei beiden vor der Schwangerschaft das Thema Heirat noch gar nicht so präsent gewesen. „Erst mit der Geburt der Tochter wurde uns die Wichtigkeit einer Ehe so richtig bewusst“, sagt auch der Ehemann jetzt. Finanzielle Absicherung oder nur die Namensgebung des Kindes wurden dann plötzlich zu einem wichtigen Thema. „Und ein Jahr nach der Geburt war bei mir die Figur wieder so halbwegs in Ordnung“, erzählt Lisbeth.

    „Das Kind braucht
    einen Namen“

    Christine hatte bei ihrer Hochzeit
    mit ihrem Freund Christian bereits
    eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Und ein Kind von Christian war gerade unterwegs. Warum sie nicht schon vor der Schwangerschaft geheiratet haben? „Es hat keine Notwendigkeit dazu bestanden. Und eigentlich war es für mich auch während der Schwangerschaft noch nicht wichtig“, erklärt Christine. Erst als
    ihr Mann meinte, das Kind braucht
    einen Namen, haben die beiden beschlossen, zu heiraten. „Ohne großartigen Heiratsantrag, aber mit dem Versprechen, später, bei der Taufe des Kindes eine große kirchliche Trauung mit allen Freunden und Verwandten zu feiern“, so Christine. Geheiratet wurde vorerst im allerkleinsten Rahmen - nur mit Tochter Lili und den Trauzeugen. Lili war damals elf Jahre alt. „Sie hat sich gefreut, dass wir in kleinem Kreise heiraten, denn auch sie ist, wie mein Mann, kein Freund großer Feierlichkeiten“, so Christine. Diskussionen habe es damals nur wegen des Namens gegeben. Den alten Namen der Tochter zuliebe behalten? Oder den
    Oder den Namen des Mannes annehmen, um den gleichen Namen wie das zweite Kind zu haben? „Obwohl ich einen Doppelnamen immer übertrieben fand, habe ich mich dann letztendlich für diese Lösung entschieden“, erzählt Christine.

    Ein „neuer Papa“?
    Kein Problem

    Für Natascha war es bereits die zweite Hochzeit und sie brachte die bereits sechsjährige Tochter Gabi mit in die Ehe. „Für uns war alles genauso, wie wir es uns vorgestellt haben“, plaudert Natascha über ihre Heirat mit Jörg. Obwohl Jörg nicht der leibliche Vater von Gabi ist, sei sie für ihn ganz klar ein wichtiger Teil der Familie. „Und somit war es für uns auch besonders wichtig, dass sie mit unserer Heirat einverstanden ist und haben sie auch gefragt, ob es für sie in Ordnung sei“, erzählt Natascha. Tochter Gabi war begeistert von ihrem „neuen Papi“ und hatte vor allem am Fotoshooting vor der Hochzeit viel Spaß.

    Heiraten mit Babybauch -
    leider ohne Alkohol

    Marion hat geheiratet, als sie im vierten Monat schwanger war. Warum nicht schon vorher und warum nicht nach der Geburt? „Wir hatten zu Weihnachten beschlossen, dass wir im August heiraten werden“, erzählt Marion. Die Heiratspläne entstanden vor allem deshalb, weil sich beide ein Kind wünschten. Und der Termin August, weil Marions zukünftiger Mann zu dieser Zeit eine Schule besuchte und im Sommer Ferien hatte. Dass die Schwangerschaft dann relativ schnell eintraf, damit hatte aber keiner gerechnet. Und nachdem das Aufgebot bereits bestellt war, wurde geheiratet - im August, bei 35 Grad. „Von der Schwangerschaft war zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch nicht viel zu sehen“, erzählt die Braut, die sich jedoch mit Grauen an die Hitze erinnert, die ihr an diesem Tag zu schaffen machte. Und natürlich der Verzicht auf Alkohol - bei der Hochzeit und beim Polterabend.
    Für den Fotografen zeigt
    sich Tochter Gabi genervt
    von der ewigen Küsserei
    zwischen Mama und dem
    „neuen Papi“. In Wirklichkeit
    freute sie sich sehr
    über das neue Glück ihrer
    Mutter.
    foto by doris seebacher
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von Tajara
      Tajara -
      also wir haben auch schwanger geheiratet nur war ich im 8ten monat!! ein kleid zufinden war gar nicht so leicht, vor allem weil es bei uns sehr spontan war (innerhalb von 14 tagen )